den Gedanken der Verurteilung ihrer eigenen Nettoyeure
und Gurkhas und Gefangenen-Mißhandler auch nur zu
streifen, entspricht dem Geiste ihrer Kundgebungen wäh—⸗
rend des ganzen Krieges.
Sie beansprucht fortgesetzt mit feierlichen Gesten das
Recht auf gehässigste Ansachlichkeit.
Ihr Empörungspathos strotzt vor Vachsucht.
Es erinnert an den hysterisch-sadistischen Maurice
Barroͤs, von dem Theodor Wolff berichtet, „daß er
dem General Boulanger als literarischer Ausrufer
diente, der FJahrzehnte hindurch den Revanche—
apostel spielte und während der Dreyfußtage den
Wunsch äußerte, das Hirn des unschuldig
verurteilten Hauptmanns von einer
Siftspinne zerfressenzulassen.“
Fürwahr ein „ritterlicher Racheengel“ der „Grande⸗
aation“, von der wir noch manchen sadistischen Einfall
erwarten können!
Militaristisch schlimmer gesonnen als wir „militaristisch
verseuchten“ Oeutschen es je gewesen sind, imperialistisch
übermütiger als die phantastischsten Alldeutschen unter
uns, verlogener als die offiziellsten Umdeuter unserer
Niederlagen in unserem Lande, herzloser als
die berechnendsten Wortführer unserer Waffenindustrie,
ist die Entente, Funktion der kapitalistischen Reaktion,
der schon vor Ausbruch des Weltkrieges die Hohenzollernsche
Sozialpolitik ein Dorn im Auge war.
Gehört darum der Kaiser vor ein Gericht der Entente?
Nein und abermals nein!
Nicht der Hohenzoller hat die Hungerblockade über
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