nähert (oder Broschüren wie Hoensbroech schreibt!),
nimmt er sogleich einen Überzug von ganz verschiedenen
Manieren an. Er hat weder Meinungen noch Gedanken,
noch Taten, noch Worte, die er sein eigen nennen könnte,
sondern alle werden sie ihm wie der Wind von der Orgel
mitgeteilt. Die Nahrung, welche er empfängt, ist, ehe
sie in seinen Mund kommt, nicht nur gekaut, sondern auch
schon verdaut.“
Der einzelne ist dann nichts als Funktion seiner Klasse,
seines Standes oder seiner Bekenntnisgruppe.
Schon vor dem Weltkriege mochten zehntausende
Hereros auf entsetzlichste Art geopfert werden, die Kalahiri⸗
wüste konnte sich mit dem Todesröcheln schaurig Ver—
durstender erfüllen, in China mochten hunnentolle
VBerheerungen angerichtet, ein ruchloses Massenmorden
ohne Ende an christlichen Armeniern von reichsdeutsch
begönnerten Türken vorgenommen werden, das
fiel für die Interessenten des Monarchis mus nicht sonder⸗
lich ins Gewicht.
Und als infolge der Psychopathismen und Krüppelschwächen
des Hohenzollern die gleiche Bestalität in
Europa sich ausrasen konnte, da freuten sich die Kaiser—
Anbeter an dem Zauber des Feuerwerkes der Zer—
störung, besonders wenn sie ihre Zeitung sicher zu Hause
lesen konnten, ohne sich darüber Rechenschaft abzulegen.
Sie fühlten sich oben und empfanden die blutige Wirk—
lichkeit zunächst unbewußt als Kitzel ihrer nach Bildern
packenden Machtentfaltung brennenden Schaulust. —
Daß nach für uns so vernichtendem Ausgang dieser
Rauschorgien des Gewaltskultus das besonders schwer
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