Friedrich Wilhelm IJV. und Wilhlem II. immer wieder
„durch den Schwung der eigenen Rede und das Feuer
des Augenblicks selbst fortgerissen werden, weiter als sie
eigentlich gewollt“.
Was soll man sich darüber aufregen, daß sie dadurch
Hoffnungen weckten, die sie nicht gemeint, Worte sprechen,
die sie nachher bedauerten und „berichtigen“‘ mußten?
Es wurde dadurch ja im Falle Wilhelms II. nur ein
Kriegsbrand angezündet, der ganz Europa in Flammen
setzte!
So hält auch der Graf Paul von Hoensbroech“) die
Schäden, welche kranke Autokraten dieses Gepräges an—
tiften können, für „nur vorübergehend“.
Es ging damit im Falle Wilhelms II. nur der Fortbestand
unserer ganzen wirtschaftlichen und politischen
Macht „vorüber“.
Das ist die Logik des immer noch nicht belehrten, von
jeder ärztlichen, ethischen, psychologischen und kultur—
politischen Einstellung unberührtem Gemütsdrangs-Mo—
narchis mus!
Daß Millionen Menschen, daß unsere beste Jugend
hingemordet wurden, daß ungezählte Witwen, Mütter,
Bräute und Waisen nun um ihre Gatten, Söhne, Lebenskameraden
und Versorger trauern und verzweifeln, daß
bittere Hungersnot Tausende von Männern und Frauen
mark- und kraftlos machte, daß Tausende von Kindern
infolge der unmenschlichen Hungerblockade als Tuber—
kulöse dahinsiechen, daß die in der ganzen Welt anerkannte
*) Zurũck zum Monarchismus. Von Graf Paul von Hoensbroech.
Verlag Curtius Berlin.
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