Wesen eine mystisch⸗romantische Schwãrmerei für Kaiser⸗
tum und Papsttum; neben der Freude an Landwirtschaft
und Ackerbau ein weitgehendes Interesse für Handel,
Industrie und Seewesen; eine Neigung zum Absolutis⸗
mus und patriarchalischem Regiment neben unzweifel⸗
haft streng verfassungsmäßigem Handeln und Denken;
eine große Empfänglichkeit für die äußeren Eindrücke des
Augenblicks, denen er in schwungvollen Worten packenden
Ausdruck zu verleihen weiß, und doch bei allen Wendungen
und der Wandlungsfähigkeit seiner ganzen Natur eine
große Festigkeit seines Willens und Zähigkeit in der Ver⸗
folgung seiner Ziele“ (11).
So rauscht der Hymnus stürmisch dahin. Ooch selbst
dieser Umfälscher einer ganz anders gegebenen Tatsäch-—
Seelenbrüchigkeit
kann nicht völlig unterschlagen, was aus dem Krüppeltume
des Kaisers floß.
„Wohl bemerkt Hinzpeter,“ gesteht er, „auch einen
fremden Einschlag in seinem (des Kaisers) Wesen; das
Herrische, Stolze, das Eigenwillige, Eigenmächtige, das
die Übergänge schroff und jäh vollzieht.“
Um den Welfen auf dem englischen Throne einen Hieb
zu versetzen, führt Meinhold diese Krüppelzüge auf den
Broßvater mütterlicherseits, den Prinzgemahl Albert von
Koburg zurück.
Und „dies alles ist für den Monarchisten nicht ein⸗
schneidend, ausschlaggebend“.
Daß Deutschland durch „dies alles“ sich mit der ganzen
Welt verfeindete, was tut's? Es bereitet Meinhold auch
keine bange Sorge, daß königliche Psychopathen wie
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