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ließen, stets wieder eine gewisse Sachlichkeit, welche die
Psychiater täuschte.
Ebenso durchbrach der Krüppeltrotz die Lähmung der
Depression zu oft, als daß nicht dadurch auch wieder das
Krankheitsbild unklar wurde.
In Momenten des relativen Gleichgewichts ließ das
Barsche, die Umwelt oft unvermutet stolz kalt stellende
Art, die Krüppel vielfach kennzeichnet, den Charakter
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Eine Krüppelpsychopathologie, die sowohl die seelischen
Wirkungen der Körperhemmung, als auch die psycho⸗
pathischen Belastungen berüchsichtigt, als besonderen
Forschungsgegenstand, gab es bisher noch nicht — sie tut
uns aber bitter not, Herr Kultusminister! — und so ist
es erklärlich, daß man kein entscheidendes Arteil fällen
onnte oder in der Einschätzung der psychopathischen
Schwächen des Hohenzollern weit übers Siel schoß.
Weder die Diagnose auf periodischen Irrsinn, wie sie
Dr. Paul Tesdorpf*) aufgestellt hat, noch der Begriff
des Cäsarenwahnsinns, den der bekannte Pazifist Quidde
prägte, trafen den Kern der Sache.
Wilhelm II. hat die Einheit des Bewußtseins nie
zänzlich eingebüßt.
Er war darum auch persönlich keineswegs ein „Irrer“.
Die Gegenschaltungen fehlten ihm nie völlig. Er verlor
das innere Gleichgewicht nie in dem Maße, daß ihm die
Orientierung auf die zentralen Lebenswerte, auf Religion,
) Or. Paul Tesdorpf. Die Krankheit Wilhelm V. .. J.-6.
Lehmanns Verlag.
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