Full text : Wilhelm II. als Krüppel und Psychopath

der Völker im Weltverkehr, aber tatsächlich erklärten
schon der Deutschland in Aussicht gestellte Oreizack und
die Flottenvorlage vom 11. Oezember 1800 England den
Krieg. Alles weitere war naturnotwendige Folge.
Der Hohenzoller wollte Verständigung, ohne den
Gesetzen der Einklangschaffung sich zu fügen. Stimmungshaft,
 hingerissen von den Gefühlen, die ihn persönlich
erfüllten, sollten die fremden Völker nach ihm sich richten.
So wurde der Friedenskaiser notwendig zum Weltkrieg-Erzeuger.

Sein Psychopathentum mutete Gemütszuständen
Wunder zu, sein Krüppeltum ließ ihn am Machttrotz
haften. Darum konnten auch seine guten Eigenschaften
und alles, was ihn in die Reihe der Gegenwartsmenschen
zu stellen schien, das von ihm herbeigeredete Verhängnis
nur noch furchtbarer entfalten.
Ist aber ein Monarchismus, der sich auf die Erbfolge
tützt, angesichts solcher Geschehnisse noch sittlich möglich?
Es kann doch immer wieder ein seelenkranker Gebrech⸗
licher Sprößling von Königen oder Kaisern sein.
Welche Schutzmaßregeln will man vom monarchischen
Standpunkte aus dagegen treffen? ...
Doch nehmen wir einmal an, die Psychiatrie und
Krüppelseelenkunde könnten auch Herrschergeschlechter
rechtzeitig belehren. Setzen wir den Fall, daß auf einen
Charakter von der Art Wilhelms II. jetzt in diesem Sinne
Einfluß genommen werden sollte.
Welche Gegenmittel stehen uns zur Verfügung, welche
Maßnahmen könnten wir in solchem Falle treffen?

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