alkoholischen Getränken empfahl, wenn er von ihm Lern—
eifer forderte: „Er soll ein gebildeter Mann im allgemeinen
Sinne sein, und er soll sich ein weitgehendes technisches
Wissen aneignen. Das erfordert viel ernste Arbeit über
den Büchern, und die ist doppelt schwer nach dem einen
Jahr an Bord, welches Sie in vorzugsweise praktischer
Ausbildung und unter den erforschenden Eindrücken der
Auslandsreise zugebracht haben. Denken Sie bei der
Arbeit daran, daß sie nicht nur ein Ansammeln von Wissen
bedeutet, sondern daß sie auch ein Ausdruck von Pflichtgefühl
und Energie ist, und damit für die Bewertung
der ganzen Persönlichkeit ins Gewicht fällt. Unsere Zeit
braucht ganze, sogar eisenharte Männer. Daher kommt
es auf die Persönlichkeit, den Charakter in erster Linie
an.“ EEinweihung der Marineschule zu Mürwik. 21. No—
vember 1010.)
Konnte man in dem Manne, der so sachlich sprach,
rzinen seelisch Zerspaltenen vermuten?
Wie gerecht weiß er der Wissenschaft zu werden! Sagt
er nicht bei der Eröffnung der Technischen Hochschule in
Danzig am 6. Oktober 1904: „Denn die ungeahnte Ent—
wicklung, die die deutsche Technik seit dem Beginn des
Zeitalters der Eisenbahnen nach allen Richtungen er—
fahren hat, haben wir nicht zufälligen Entdeckungen und
glücklichen Einfällen, sondern der ernsten Arbeit und dem
auf dem festen Boden der Wissenschaft fußenden systema⸗
tischen Unterricht an unseren Hochschulen zu verdanken?“
„Die Mathematik und die theoretischen Naturwissenschaften,“
betont der Monarch, „haben die Wege gewiesen,
auf denen der Mensch in Gottes gewaltige Werlstatt der
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