Genau so verfälschte Wilhelm II. durch sein Krüppelpsychopathentum
den deutschen Idealis mus, lenkte die
imperialistischen Spannungen der Welt gegen unser viel⸗
duldendes Vaterland, ließ die Deutschen durch sein ewiges
Schwertgerassel als vom Teufel des Militarismus be—
sessene Störenfriede erscheinen im Bunde mit den fanati—
schen Alldeutschen und den rückgratstarken Ministerstürzern,
den verblendeten Konservativen, die dem Wort folgten:
„Unser Kaiser ist absolut, wenn er unsern Willen tut.“
Ohne Paulus kein Massenmorden an Albigensern,
Waldensern, Begharden und Stedingern, keine Inquisition,
kein Ablaßwahn, kein dreißigjähriger Krieg.
Ohne Wilhelm II. kein Oreizackdrohen, keine polternde
Hunnenrede, kein so von echter Empörung durchglühtes
Zusammenwirken unzähliger Völker wider unßss
So enthüllt sich das Krüppelpsychopathentum in
beiden Fällen, durch den fanatischen Teppichweber und
den kaiserlichen Theologen als furchtbarste Gefahr der
Menschheit.
Es hat sowohl die Phantasie, als auch die Wirklichkeit
der Hölle wirksam ins Leben eingeführt. Keine andere
Macht hat so umfassend Gesittungswerte ins Chaos ge⸗
stürzt, Staaten zermorscht, die Völker durcheinander ge⸗
worfen. Kein Einfluß durchrüttelte so die Massen. Die
ganze Weltgeschichte wurde dadurch in ganzer Breite und
bis ins innerste Leben der einzelnen bestimmt. Oie
Schreckens gestalten der mythischen Phantasie wurden
aufs verhängnisvollste überboten.
Aber ist denn die Menschheit dauernd wehrlos gegen
kranke Verwüster ihres Glücks, die den Neid der Masse