Full text : Wilhelm II. als Krüppel und Psychopath

„okkultische Kamarilla“, an deren Spitze der homosexuelle
Philipp Eulenburg stand, aufs verhängnisvollste bestärkt.
Ein hoher Offizier erzählte mir als verbürgte Tatsache,
daß der „deutsche Rasputin“ den zur Romantik neigenden
Kaiser suggeriert hätte, daß schon in der Offenbarung
Johannis auf ihn als den Friedenskaiser hingewiesen sei.
An diese suggerierte Friedensmission glaubte der Hohen⸗
zoller so fest als an das Evangelium.
Wenn daher die Entente heuchlerisch ihn als den
bewußten Urheber des Krieges hinstellt, so ist schon dieser
Einwurf aufs schlagendste widerlegt durch diesen psycho⸗
pathischen Zug, den Größenwahn unseres Exkaisers.
Wilhelm II. glaubt, den Willen der Vorsehung zu
erahnen. So fühlt er sich trotz aller Behinderungen, die
seinen Willen lähmen, umbiegen, ins schroff Entgegengesetzte
 treiben, als berufenen Heilsbringer.
Und doch versagt er selbst in Fällen, wo sich sein Wollen
auf die brennendsten Bedürfnisse stützt, wenn er auf
Hemmung stößt.
Wie nötig war aus wirtschaftlichen Gründen eine
Schulreform, die den Anforderungen der heutigen Naturwissenschaft,
 der Biologie und der Technik entspricht, die
Tharaktere bildet!
„Alles Geschriebene“, sagte dee Ibsensche Julian, „ist
nicht Wahrheit im Fleische.“ ... „Bücher, immer Bücher!
Komme ich zu Libanios, so lautet es: Bücher, Bücher!
Komme ich zu euch — Bücher, Bücher! Steine für Brot!
Ich kann keine Bücher brauchen; nach dem Leben hungre
ich, nach einem Verkehr von Angesicht zu Angesicht, mit
dem Geiste ...“

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