aumelt? Und ist es nicht in seinen großen Momenten
von Krieg zu Krieg gezogen? Bis es ganz Europa und
Rußland in Ströme Blutes tauchte, bis es zuletzt noch die
Kommune über sich hatte? Nicky, nimm mein Wort
darauf, der Fluch Gottes hat dieses Volk für immer ge—
troffen. Uns christlichen Königen und Kaisern ist die eine
heilige Pflicht vom Himmel auferlegt, den Grundsatz
Von Gottes Gnaden aufrecht zu erhalten.“ ... (Neues
Palais, Potsdam, 25. X. 1805).
Darum ist es für Wilhelm II. auch gottgewollte Pflicht,
im eigenen Lande der Opposition aufs allerschärfste zu
begegnen. „Nein Reichstag führt sich so schlecht wie mög-⸗
lich auf,“ schreibler an Ridy . I. 1805). „Er schwingt
borwãrts und rückwärts zwischen den Sozialisten, die von
—
daheinen bade vherie ud se hen
bald reif, samt und sonders gehenkt zu werden ·
Und doch, wie müde klingt es aus Julian, wenn die
Begnerschaft, so gar nicht nachlassen will: „Wie unsäglich
viele Nächte,“ so seufzt er, „habe ich nicht gewacht und
geforscht, um den wahren Grund der Dinge zu finden!
Aber wo sind jene, die mir nachfolgen? Viele preisen
meine Rede; aber wenige oder keiner läßt sich über—
zeugen ...“ 4
Wie resigniert bekennt Wilhelm II.:„Es ist höchst entmutigend,
festzustellen, daß Gefühle wahrer Gläubigkeit,
die einen Christen treiben, das Land aufzusuchen, in dem
unser Erlöser lebte und litt, in den sogenannten besseren
Klassen des 19. Jahrhunderts nahezu völlig erloschen
sind ...“ (An Nicky, Wilhelmshöhe, 18. VII. 1808).
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