Einmal in der Gestalt von Benachteiligungs- und
Zurücksetzungsempfindungen als Mißtrauen, Argwohn,
Neid, Groll, Mißgunst und dann in der Form schroffen
Trotzes, harter Selbstbehauptung, auffällig stolzer Be—
tonung des Eigenwertes.
Die eine Gattung von Wesenszügen bedingt trotz ihrer
Begensätzlichkeit die andere. Der Krüppel hat andere
Bewegungen, Hindernisse, andere körperliche Ruhelagen
und Sicherungen als der Gesunde und steht daher zu der
Bemeinschaft der Anverletzten in mehr oder minder be—
wußter Gegnerschaft. Der Rhythmus der Normalen
bedroht ihn, er kann sich ihm nicht immer ganz anpassen.
Die größere Unbefangenheit der Gesunden fügt sich
nicht in seine Stimmung ... Er fühlt anders ...
Dadurch werden ganz unwillkürlich Affekte erzeugt,
die in der Richtung der Ablehnung und Beargwöhnung
liegen. Der Krüppel neigt somit zur Gemeinschaftsfeindschaft
...
Es können ihm darum auch verstandesharte Ein—
stellungen naheliegen, die vom Nichtkenner des Krüppeltums
als unfaßbare Gemütsroheiten empfunden werden.
So berichtet Graf Paul von Hoensbroech in seiner
—V
machte Wilhelm II. mit der Kaiserin auf der Alexandra
eine Lustfahrt auf der Havel. Es war böses Wetter. In
der Nähe des kaiserlichen Schiffes kenterte ein Segelboot
mit zwei Insassen. Einer aus dem Gefolge — er hat mir
selbst den Vorgang erzählt — machte Wilhelm II. aufmerksam
auf die mit dem Tod in den Wellen ringenden
zwei Menschen und forderte zum Beidrehen und zur
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