Und wenn wir immer wieder von reaktionärer Seite
das Unkenlied von dem wehrlosen deutschen Volke raunen
zoren, so jauchzen wir zuversichtlich mit dem ODichter
Müller⸗Rüdersdorf*):
„Oeutsche Republik! hehre Mutter!
Du Benedeite unseres Erdenglaubens,
Du teurer Mutterschoß, aus dem wir wuchsen,
In dem wir kindtreu unser Schicksal bergen:
Ein Vielmillionenvolk, ein Volk des Weltglückdranges!
Madonnenheilig thronst du deinen Kindern,
Mit wehem, schmerzdurchriß'nem
Und doch überwinderstolzem Blick.
Ob auch der todhaft grause Völkersturm
Wild um dein Reich sich schnürte,
Um deine Hallen, die uns Weihgehege sind,
Und blutige Qual dir in die Seele blies,
Stehst du unbeugsam doch und zukunftsgroß.
Wir nur,
Wir Lichtlein all um deinen Hochaltar,
Wir Opferflammen, dir zur Nacht entzündet,
Sind durch den Sturm, der deinen Tempel schändete,
Noch brennender umdeine ewige Mutterheiligkeit gereckt.“
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2k
Zum Schluß noch einige Worte für den Einsamen in
Amerongen.
Auch ich war dir in Treue verbunden, du BViel⸗
verkannter. Du hast mich durch deine Flucht des Eides ent⸗
) Zeutgemätz haben wir statt „Oeutschland · Oeutsche Republit
gesetzt. Das Gedicht erschien in der Konservativen Monatsschrift.
Verf.
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