Full text : Wilhelm II. als Krüppel und Psychopath

fung, sondern als Umsetzung aller Erfahrungen und
Kenntnisse in soziales Können!
Volkstum, nicht mehr romantisches Schwelgen in
alten Bildern, nicht mehr vom wüsten Klassenkampf auf—⸗
gewühltes Massenwesen, sondern Gliederung der Grup—
pen!
Die gesamte deutsche Intelligenz wird dazu auf—
geboten! Alle Künstler sind gerufen!
Wie armselig muß dagegen eine Monarchie erscheinen,
die keine andere Antwort auf die Geistesbewegung des
Proletariats als das törichte Sozialistengesetz geben
konnte.
Wie kleinlich erscheint ihr Kampf gegen aufgeklärte
Volksgenossen durch ewige Verdächtigungen und Ver—
leumdungen, durch gesellschaftliche Achtung, durch Fern—
haltung von den Amtern!
Man verweigerte der Demokratie die Wahllokale, übte
rücksichtslos Terror bei den Wahlen.
Die Lehrer konnten weder Schöffen noch Stadtverord⸗
nete werden.

Im Religionsunterricht herrschte ein übler Gewissens⸗
zwang. Die Frauen waren politisch rechtlos.
Heute will man alle Vorteile der so arg in Verruf
gesetzten Republik benutzen und schimpft dennoch auf die
demokratischen Parlamente.
So schwingt sich der konservative Spatz auf die
Schwingen des Adlers Volk und verhöhnt ihn: „Ich
schaue auf dich herab von oben!“ Ou armer Spatz. Du
findest doch keine Ätzung in solcher Höhe!

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