kühnen Gedankenschwung des Denkers zu folgen, der das
eine große und fruchtbare Bermächtnis des Hohenzollern
zur Wahrheit macht, das dieser in die bisher noch nicht
ernsthaft aufgeschlossenen Worte faßte:
„ODenken ist geistige Arbeit, geistige Arbeit ist alles ...«
Jetzt ist für die indüktive Forschung die Zeit ge—
kommen, um den Schlüterschen Gedanken der Gruppenlenkung
in die Praxis umzusetzen. Jetzt müssen plan—
mäßige AUmfragen, methodische Zusammenstellungen,
statistische Ermittlungen das ganze „Inventar“ der bisherigen
Führungsgepflogenheiten aufnehmen.
In den Werkstätten, bei den Behörden, in den An—
stalten, Schulen, Redaktionen, in den großen Organi—⸗
sationen der Politik, bei den großen Bekenntnisgruppen
ist festzustellen, wie man bisher lebensfruchtbare Gruppen⸗
pannungen auffaßte, verwertete, in Fuhrung nahm.
Schon ist die Krüppelpädagogik nach tatdenkerischen
Brundsätzen erfolgreich ausgebaut.
Schon stellt der Reichswehrminister Noske im Reichsheer
die Könner über die nur Gesinnungsvollen.
Schon passen die Mehrheitssozialisten ihren Marxis⸗
mus den Forderungen bewußten, verantwortungs⸗
freudigen Tatlebens an.
Überall verlangt man im Volke nach Sachverständigen,
die etwas kbönnen.
So muß in weiterer Entwicklung an die Stelle des
russischen Rätegedankens die Idee der auf Tüchtigkeit
fassenden Führungsgemeinschaft treten.
Jeder darf nur soweit ernsthaft als Mitleiter in Frage
kommen, als er fachlich und sachlich etwas kann.
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