Full text : Wilhelm II. als Krüppel und Psychopath

man in der ersehnten Art doch nicht wiederbekommen
kann, wird auch von den mit Trug verlockten Massen nur
zu rasch durchschaut werden.
Inzwischen ist dann aber wieder einmal ein verbreche⸗
rischer Mißbrauch mit dem Gemüts glauben des deutschen
Volkes, mit dem harmlosen, träumerischen deutschen
Michel, getrieben worden.
Die Zerrüttung der Verhältnisse ist auf die Spitze
zetrieben.
Durch den blutigen fanatischen Bürgerkrieg ist der
Rest mutiger Intelligenzen aufgebraucht worden.
Die Nichtkönner führen noch wüster das große Wort.
Wenn daher Oeutschland das Chaos, das der monarchistischen
 „Ordnung“ notwendig folgen mußte, vermeiden
kann, so ist das besser.
Es ist ja durchaus verständlich, daß der Bürger die
heutigen Zustände mit der früheren monarchistischen Zeit
vergleicht. Vor dem Weltkriege standen wir wirtschaftlich
auf der Höhe. Ein frischer Ruck und Zug ging durch das
ganze Leben. Man sah nicht soviel äußeren und inneren
Schmutz.
Doch was beweisen diese Argumente anderes, als
daß die dunkelste Kehrseite des von uns nicht gewollten
Krieges ist, daß die weitere Entfaltung der Gesittung
zu allumfassender, unbedingt gesetzter Güte, zu steter
Erneuerung des Verständigungswillens auch gegenüber
dem Feinde, unvermutet vertagt werden mußte!
All dieses Weben des Willens zum Guten in allen
Tiefen, Höhen und Weiten, all dieses Keimen und Sich⸗
entknospen des immer mehr sich verinnerlichenden Sich⸗

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