könnte, von vornherein zu verachten. „Philippchen,“
sagt er zu seinem Freunde Wendelborn, „ich werde die
höchste Macht noch gewinnen ... ich werde alle Kräfte
des Weltalls beherrschen ... was nutzt denn der ganze
idealistische Dunst“ ...
Wilhelm II. stellt sich ebenso über alle Kritik, wenn er
Bismarck gegenüber betont: „Ich bin von Gott auf den
Thron gesetzt; ihm allein und dem eigenen Gewissen habe
ich Rechenschaft abzulegen.“
Tobias Buntschuh trotzt: „Ich habe Macht ... ich
habe niemals den Wahn einer Macht.“
Wilhelm von Hohenzollern pocht: „Einer ist Herrscher
im Lande, und keinen werde ich neben mir dulden.“ ...
„Sic volo, sic jubeo, regis voluntas suprema lex est.“
Tobias Buntschuh meint: „Ich werde es euch schon
klar machen, daß ich auf Erden der schönste Mann bin.“
Wilhelm II. sagt bei der Enthüllung von Glasfenstern
mit den Gestalten des Kaisers und der Kaiserin Friedrich
im Kunstgewerbemuseum am 25. Januar 1002: „Von
einer idealen Figur wie die meines Vaters an der Seite
meiner Mutter, getragen von der Liebe seines Volkes,
ist der Segen herabgeströmt. Eine herrliche Gestalt, der
der Staub der Straße nicht einmal an den Saum des
Gewandes reichte. AUnd ebenso das herrliche verklärte
Bild meiner Mutter, die sorgende Frau, deren jeder
Gedanke Kunst war, und bei der alles, sei es noch so ein—
fach, das für das Leben gestaltet werden wollte, von
Schönheit durchweht war. Ein Hauch der Poesie umgab
sie. Deren beider Sohn geht vor Ihnen als ihr Erbe und
Vollzieher,.“