Georg Fuchs meint in seinem Buche „Der Kaiser und
die Zukunft unseres Volkes“*), „Volkstum, Kultur,
Weltmachtstellung und Kaisertum stehen und fallen zu⸗
sammen.“ (S. 685.)
Auch zu einer „neuen Kultur“ führt nach ihm der
Kaiser (S. 102). Zur Krüppelpsychopathenkultur!!
Lic. theol. Mücke preist in seinem Buche „Kaiser Wil⸗
helm II.“**) „den reichen Segen,“ der von dem landes—
herrlichen Bischofsamt des Kaisers ausströmt. (S. 66).
Auch die innere Mission hat nach ihm vom Kaiser
„die schöpferischen, neues Leben weckende Impulse“
empfangen. (S. 66.) Siehe das Spruchgericht!
Philosophie, Kultur und theologisches Wirken zehrten
nach diesen Bekundungen einzig vom Kaiser.
Langbehn bejubelt in seinem Rembrandtbuch sogar
„das Prunkwesen des Monarchen“. „Eine Krone muß
blinken.“ (S. 270.)
Das war die Stellungnahme gebildeter Deutschek!
Wollten wir die geschmacklosen Verhimmelungen voll⸗
wüchsiger Byzantiner vom Schlage des ewig in Traänen
erstickenden Pfarrers Rump in Moabit noch aufführen,
so würden wir kein Ende finden.
Unerwähnt allerdings können wir folgenden überaus
tennzeichnenden Vorfall nicht lassen.
Als Wilhelm II. die Baupläne der Kaiser⸗Wilhelm⸗
Bedächtniskirche vorgelegt wurden, befand sich über dem
) Georg Fuchs: Der Kaiser und die Zukunft des deutschen
Volkes. Verlag Müller-München.
**8) Lic. theol. Mücke: Kaiser Wilhelm II. und sein Verhältnis
zu Staat und Kirche. Ein ernstes Mahnungsweort. Verlag Hugo
Steinitz, Berlin SW.
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