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der Schulen von großer Bedeutung sein. Einen gewissen Ausgleich wird die
psychologische Untersuchung bieten können. Letzten Endes aber muß der Fach—
mann sich kurzerhand zu einem Berufswechsel entschließen, um nicht zuviel Zeit
zu verlieren. Die Ausbildung von Krüppeln bei Meistern in der Stadt oder dem
Dorfe hat verhältnismäßig eng gezogene Grenzen, weil nur wenige Meister
dafür die notwendigen Eigenschaften besitzen und der Krüppel meist allein
unter Gesunden ist, also schwerer Selbstvertrauen und Zuversicht bekommt, be—
sonders wenn er schwer behindert ist. Sachsen ist damit vorangegangen, an Meister,
die außerhalb eines, Heimes Krüppelkinder zur Gesellenprüfung bringen, eine
Prämie zu zahlen.
Alles in allem und abschließend, ist über die Vorbeugung des Krüppeltums
zu sagen, daß sie gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wenn erst die
allgemeine Aufklärung bis in die Kreise der Eltern hinein durchgeführt ist, sollte
kein Kind mehr in die Schule kommen, das noch an Klumpfüßen, angeborener
Hüftverrenkung, Schiefhals, rachitischen Verkrümmungen, Zwangsbeugestellung
zelähmter Glieder leidet. Damit ist dann die Hälfte des Krüppeltums
rein durch ärztliche Maßnahmen beseitigt, die Kosten für die Ent—
krüppelung sind um mehr als die Hälfte herabgesetzt, weil diese Arbeit
im vorschulpflichtigen Alter viel schneller und billiger geleistet werden kann als
später, und Tausende von Kindern sind davor bewahrt, daß ihr körperliches
Gebrechen auch ihre Seele schädigt.
Abb. 83. Geborgen.