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Abb. 110. Ohnhändiger Lehrer, mit den Unterarmstümpfen schreibend, beim Handelsunterricht.
Er knöpft den Hemdkragen mittels eines an einem Stiel befestigten Handschuhknöpfers an.
mehr ausbauenden Organisation geleistet wird, sondern die gesetzliche Verpflichtung
dazu bestimmten Schultern auferlegt wird, was natürlich im Laufe der Zeit
ein völlig verändertes Bild ergeben muß. Außerdem treten jetzt die
Krüppel selber in wohlgefügten Organisationen in gewissen Fragen der Krüppel—
fürsorge, namentlich in der Unter—
bringung erwerbsfähig gemachter
Krüppel, in die Arbeit ein. (Selbst—
hilfebund der Körperbehinderten
sOtto Perl-Bund]. Geschäftsstelle:
Berlin 8W. 6l, Urbanstraße 184).
Schon frühzeitig haben sich die
auf dem Boden der Inneren Mission
stehenden Heime zu einer Konferenz
deutscher Krüppelheime zusammen—
getan, deren Vorsitzender zurzeit
Pastor Vietor, Volmarstein, ist.
Die Konferenz gab von 1899 bis 1908
im Verlag des Rauhen Hauses,
Hamburg, das von ihrem Begründer
D. Schäfer-Altona geschriebene Jahr—
buch heraus, das durch seine Aufsätze,
Statistiken und Literatur noch immer
für den Fachmann von Bedeutung ist.
Im Jahre 1909 wurde die
Deutsche Vereinigung für Krüppel—
fürsorge gegründet. Auf dem Boden
der Interkonfessionalität stehend, um—
Abb. 111. Ohnhänder. Voll erwerbsfähig als Ma—
terialienverwalter einer großen Fabrik. Benutzt nicht
seinen Kunstarm, sondern nur die erste behelfsmäßige
Ausstattung mit einem langen Haken, mit der er alle
erforderliche Arbeit macht, z. B. einen Eimer entleert.