Erfahrungen bezogen, sondern aus dem auch
das Material an Bildern und Beispielen
ür die Aufklärungsarbeit der Deutschen Ver—
einigung entnommen wurde. Auch eine nicht
geringe Zahl sonstiger wissenschaftlicher Ge⸗
sellschaften, so z. B. der Preußische Landes—
derband für Krüppelfürsorge, dessen Vor—
sitzender der Anstaltsdirektor, der Verein der
Lehrer an den Krüppelschulen in Deutsch⸗
land und Oesterreich, dessen Vorsitzender der
Erziehungsdirektor der Anstalt ist, stützen sich
auf diese und ihre fortschreitenden Erfahrungen.
Diese ganze Tätigkeit entspricht durchaus dem Geiste, in welchem der Verein
gegründet wurde; denn schon im Aufrufe vom Oktober 1906 findet sich unter den
Mitteln der Vereinsltätigkleit angegeben die Errichtung einer Zentralauskunfts⸗
stelle und Beratung, und noch deutlicher spricht dies der 8F1 der Satzung der
„Osear-Pintsch-Stiftung zur Förderung der Krüppelfürsorge“ aus, in welchem es
heißt, „daß die unter Leitung des Vereins zu errichtende Anstalt der Heilung und
Unterweisung jugendlicher Krüppel dienen und zu gleicher Zeit eine wissen—
schaftliche Forschungsstelle für alle Zweige der Krüppel—
fürsorge bilden soll. Zu diesem Zweck hat die Anstalt insbesondere folgende
Aufgaben:
Die auf die Heilung und Unterweisung der jugendlichen Krüppel bezüglichen
Fragen an der Hand entsprechender Einrichtungen wissenschaftlich und prak⸗
isch zu erforschen.
Material über das Krüppelelend sowie über die Einrichtungen und Orga—
risationen der Krüppelfürsorge im Deutschen Reiche und in den ausländischen
dulturstaaten zu sammeln.
die Ergebnisse der eigenen wissenschaftlichen und praktischen Forschung sowie
der Sammeltätigkeit auf dem Gebiete der Fürsorge für jugendliche Krüppel
durch Veröffentlichungen der Allgemeinheit in vorbildlicher Weise nutzbar zu
machen, auch Behörden, öffentlichen und privaten, sowie Privatverbänden
ind Einzelpersonen Auskunft und Rat zu erteilen.“
Diesem Zwecke dienen neben den fortlaufenden Beantwortungen eingehender
Anfragen hauptsächlich die Kurse und zahlreichen Besichtigungen — bei denen
neistens auch erläuternde Vorträge gehalten werden — es seien davon erwähnt:
der Verein für soziale Medizin, der Fortbildungskursus für Hilfsschwestern, der
evangelische Diakonieverein, die Presse, die soziale Frauenschule von Fräulein
Dr. Alice Salomon, ärztliche Fortbildungskurse, die Medizinalbeamten, zahl—