VWaldliegehalle für Knochen⸗ und Gelenktuberkulose
entsprechenden Bildung. Nach dem Staatsexamen steigt die Schwesternschülerin
zur Hilfsschwester und dann zur Stationsschwester auf, die alle
nach dem Berliner städtischen Tarif unter Abzug von 15 Prozent besoldet werden.
Die Leitung der gesamten zur Zeit aus 54 Schwestern bestehenden Schwesternschaft
untersteht der Oberin. Für Krankheit, Invalidität und Urlaub ist ausreichend
gesorgt. Nähere Auskunft erteilt die Oberin.
Schwestern, welche aus irgendwelchen Gründen nicht dauernd arbeiten können,
aber in der Lage sind, sich der Schwesternschaft für mindestens sechs Wochen jährlich
unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, können als Reserveschwestern auf—
genommen werden. Auch ist das Oscar Helene-Heim bereit, als Mutterhaus andere
Krüppelheime und orthopädische Kliniken mit Schwestern zu versehen, soweit die
vorhandenen Kräfte ausreichen.
Um die Kenntnisse der Schwestern noch weiter zu vertiefen, hat die Anstalt ein
Seminar für Krüppelpflegerinnen eingerichtet, in dem geprüfte
Krankenpflegerinnen in einem dreisemestrigen Kursus von einem aus den Aerzten,
Lehrern und Verwaltungsbeamten gebildeten Dozentenkollegium theoretischen und
praktischen Fortbildungsunterricht in allen die Krüppelfürsorge betreffenden
Fächern erhalten, um dann in Gegenwart eines staatlichen Kommissars eine
Schlußprüfung abzulegen. Zur Zeit ist der erste Kursus im Gange, der ausschließ—
lich von Schwestern unseres Heims belegt ist.