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denn durchgängig können die Kinder nach der Operation im Gipsverband sehr bald
in die Unterrichtsräume gebracht werden, wenn diese sich im gleichen Hause befinden.
ZSobald es nur irgend angängig ist, vollzieht sich die Belehrung der Zöglinge in der
Waldschule und in der Waldwerkstätte.
Das Ziel der Schule ist das der Berliner Volksschulen. Besonders
Begabten und Kindern der 1. und 2. Klasse wird Unterricht in besonderen Fächern
— Sprachen, Literatur, Geschichte, Kunstgeschichte — gegeben. Den Unterricht
unterstützen eine reiche Lehrmittelsammlung und eine sorgsam ausgewählte
Schülerbücherei. Getrennt nach Bekenntnissen wird der Religionsunterricht erteilt
und Kindergottesdienst abgehalten. Von Zeit zu Zeit vereinigt eine gemeinsame
Andacht, im Sommer in Form eines Waldaottesdienstes, die Erwachsenen,
helfer wie Pfleglinge.
Unumgängliche Voraussetzung für eine Erziehung solcher Art ist ein familien—
hafter Charakter der Anstalt, die ohnehin ja das Elternhaus ersetzen soll. Daraus
ergibt sich notwendigerweise, daß die Schulabteilung das Gesamtgepräge einer
Gemeinschaftsschule trägt, und es gewinnt darum eine besondere Bedeutung in
Krüppelheimen die wechselseitige Erziehung der Zöglinge selbst,
deren Zusammenleben sich auf der Gleichberechtigung der Geschlechter aufbaut.
Zur Anregung solcher Wechselerziehung wird von den Kindern gefordert, daß sie
wie in einer Familie ihren Leidensgefährten wie Brüder und Schwestern helfen
und auch sonst die im Elternhaus üblichen Hilfsleistungen verrichten.
Um alle Kräfte wechselseitiger lebendiger Beeinflussung zu wecken und zu stärken,
wird den Kindern die Aufgabe gestellt, sich zu bestimmten Neigungs- und Pflicht—