wei Stockwerke gehende holzgetäfelte Turnsaal, in welchem Schule und Klinik sich
zegegnen. Er ist zugleich Fest- und Versammlungssaal, in dem auch die Gottes—
zienste von Herrn Pastor Eger, dem Pfarrer der Kirche in Dahlem, abgehalten
verden. Davor liegt eine Art Ehrenhalle mit Plaketten und reicher Bemalung.
Die beiden Flügel sind durch einen heizbaren Gang verbunden, in dem die Kinder
ich im Winter aufhalten können. Der Mittelteil des Hofes ist auf die Höhe der
Eßsäle und der Schule gehoben; von ihm führt eine Rampe in den Wald. Außer
ʒen Treppen ist in jedem Flügel je eine von dem Keller bis in das Dachgeschoß
ührende schiefe Ebene eingebaut für solche Kinder, welche die Treppe nicht steigen
önnen. Jeder Pflegling kann also von jedem Teil des Hauses in den Wald
gelangen, ohne die Treppen benutzen zu müssen. Außerdem ist ein Fahrstuhl für
Personen vorhanden, auch ein Küchenaufzug für die Anrichten in den einzelnen
heschossen. Im Ober geschoß liegen die Operationsabteilung, die Zimmer
für die 1. und 2. Klasse und drei Stationen. Ferner stehen dort mehrere Loggien
und Balkons zur Verfügung, auf welchen die Kinder in Licht und Luft bis in den
Winter hinein, auch die Nacht über, liegen. Im Dachgeschoß befinden sich die
Wohnräume für die Schwestern, von denen 13 über Einzelzimmer verfügen, dann
die Schlafräume für die Dienstmädchen, das Museum der Krüppelfürsorge und der
große Speisesaal der Schwestern mit einer Schwesternbibliothek, einem kleinen
Empfangszimmer für Besuche und einem Vorplatz, der zugleich Musikzimmer ist.
Auf dem anderen Flügel liegen das Aerztekasino, die Aerztewohnungen und
piederum eine Station, namentlich für Nichtbettlägerige, insbesondere die Hand—
verkszöglinge.
Das Beste aber ist unser Wald, in dem alle Insassen des Heims, vor allen Dingen
iber die Kinder, den ganzen Sommer hindurch leben. Mitten in ihn hinein führt
von der Rampe am Verbindungsgang der beiden Seitenflügel ein zementierter
Weg, auf den die Betten geschoben werden, um die Kinder in die Waldschule
und zu den Lagerplätzen im Grünen zu bringen. Dieser Weg durch—
chneidet den für kurze Freizeiten hauptsächlich benutzten großen Spielplatz
für Fuß- und Faustball. Daneben liegt eine Spielwiese an einem Lärchen—
gehölz, das zu Waldandachten benutzt wird. Gegen Osten hin lagert sich der Platz
für Bocciaspiel vor, der im Winter zur Kunsteisbahn für Schlittschuh—
aufen und das in Bayern beliebte Eisschießen mit gestielten Holzplatten wird.
Bleich daneben ist ei Tennisplatz, hinter ihm ein großer SFandbuddel-—
platz und eine Planschwiese, an die sich wiederum die Sonnenbäder
mit einer Kegelbahn anschließen. Diese letzteren mit einer Halle werden im
Sommer zu Liegekuren für Knochentuberkulöse benutzt, bis wir einmal die dringend
notwendigen Waldhallen haben werden. Gegen Osten hin liegt mitten im Walde
die 1926 neu errichtete Waldwerkstätte für den Werkunterricht der Schulkinder.
Die erste Querschneise des Waldes ist demn Turnen und Sport gewidmet,