Full text : Zwanzig Jahre Krüppelfürsorge im Oscar-Helene-Heim für Heilung und Erziehung gebrechlicher Kinder

schweigedenn,daßerineinesoorganische Verbindung mit
dem Hausegebrachtwäre.

Von Nebengebänden ist ein Beamtenwohnhaus und ein Haus für ansteckende
Krankheiten mit vier voneinander geschiedenen Abteilungen, die je zehn Betten
enthalten, vorhanden. In diesem sogenannten Infektionshaus wird jetzt nur noch
eine der vier Abteilungen für gelegentliche besondere Fälle offengehalten, die
übrigen drei Abteilungen und ein im Sommer 1926 auf das Haus gesetztes Stock—
verk mit Zimmern für 27 Schwestern werden zu Wohn- und Bürozwecken ver—
wandt, weil das alte Haus bei der wachsenden Belegungsziffer einfach nicht mehr
ausreicht. Alles übrige befindet sich im Hauptgebäude, in das von allen Seiten her
Licht und Luft in reichstem Maße eindringt. Ist auch kein Luxus angewandt, so
oerleihen doch die farbige Bemalung und die über alle Korridore und durch die
Schule verteilten und nach bestimmten Gesichtspunkten angeordneten Bilder in
Verbindung mit den Blumen auf den Balkons dem Hause Schmuck und fröhliche
Stimmung.
Das Sockelgeschoß enthält die Zentralheizungsanlage, die Kochküche, die
Handwerksstuben, das Zimmer für den Zahnarzt und am Ende des Flügels mit
besonderem Ausgange die Leichenhalle. Im Erd geschoß ist die Schule unter—
gebracht mit fünf Klassen, Gesang- und Zeichensaal, Konferenzzimmer und einer
Fröbelschule, daneben die Buchhalterei, die Amtsräume für den Anstalts- und Ver—
waltungsdirektor und die Oberin, zwei Eßsäle mit Anrichte und die größte Station
des Hauses, der nach Süden hin ein großer, ungedeckter Balkon für Behandlung der
Knochen- und Gelenktuberkulose vorgebaut ist. Den Mittelpunkt bildet der durch

Elektrisation in der Poliklinik.