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Beamtenhaus.
Natürlich lag die Möglichkeit, ein eigenes Heim zu bauen, noch in weiter Ferne.
Bis dahin mußte man in Mietsräumen unterzukommen suchen. Schon ein Jahr
später, nämlich am 14. November 1906, konnte die erste kleine Anstalt als „Krüppel—
heil- und Erziehungsanstalt für Berlin-Brandenburg“ mit 8 Kindern im Süden
Berlins in der Freiligrathstraße bezogen werden, die dadurch zustande gekommen
war, daß die Frau Vorsitzende Mittel hergegeben hatte zur Ermietung, Ausstattung
und ersten Bewirtschaftung einer Etagenwohnung von 5 Zimmern, während der
Schriftführer, der die ärztliche Leitung für die ersten Jahre ehrenamtlich über—
nahm, die operativen und mechanischen Heileinrichtungen seiner neu eröffneten
selinik zur Verfügung stellte, die er zu diesem Zwecke in die untere Etage des gleichen
Zauses legte.
Eine für das junge Unternehmen entscheidende Förderung geschah
bald danach durch die Armenverwaltung Berlins, indem Stadtrat Münsterberg es
als Krankenanstalt anerkannte und ihm den ortsüblichen Krankenhauspflegesatz
zubilligte. Damit war das kleine Heim unabhängig von dem Ertrag etwaiger
Zammlungen geworden und konnte von jetzt ab alljährlich geordnete Haushalts—
ooranschläge aufstellen. Schon nach kurzer Zeit erwiesen sich die Einrichtungen als
viel zu klein, und es gelang der Frau Vorsitzenden, die Stadt Berlin dazu zu
bewegen, daß sie zum zweitenmalin entscheidender Weise ein—
sprang, indem sie dem Verein dicht neben seinem ersten kleinen Heim im
alten Erziehungshause Am Urban 2 Etagen einräumte und diese
mit 150 Betten mietsfrei für 126 Jahre überließ. Wenn auch diese kurze Frist
den Verein aufs neue zu der Frage eines Neubaues drängte, so war doch zunächst
die Möglichkeit gegeben, in ganz anderem Umfange die Vereinszwecke zu verfolgen.