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C. Trägerin der Kriegskrüppelfürsorge
ist in erster Reihe die Militärverwaltung, welcher sich die „Deutsche
Vereinigung für Krüppelfürsorge E. V.‘“, Berlin W. 62, Bayveutherstr.
13, zur Verfügung gestellt hat. Deutschland ist das Geburtsland
einer zielbewußten Krüppelfürsorge, und hat so gut ausgebaute
Einrichtungen dafür wie kein anderes Volk der Erde. Im ganzen
bestehen 138 Fürsorgeeinrichtungen,
davon sind
54 Krüppelheime mit
über 5000 Betten; ein
vollständiges Verzeichnis
iindet sich im Anhang,
aus dem die wohlgeordnete
Verteilung der Organısation
über ganz
Deutschland ersichtlich
ist. Das älteste Heim ist
bereits vor 82 Jahren bezründet.
In Jahrzehntelanger
Arbeit hat die
deutsche Krüppelfürsorge
ihr Ziel verfolgt, die Krüppel
des Kindesalters durch
Heilung, Erziehung und
handwerkliche Ausbildung
erwerbsfähig zu machen.
Es war selbstverständlich,
daß sie ihre reichen Erfahrungen
betätigen mußte,
wo der Krieg viele Tausende
unserer werktätigsten
Brüder verstümmelt,
um so mehr, als I. Maj. die Kaiserin Ihr lebhaftes Interesse an dieser
Fürsorge in einem Kabinettsschreiben vom 18. August v. J. zum Ausdruck
bringen ließ, worin die deutschen Heime aufgefordert wurden,
sich für orthopädische Nachbehandlung Schwerverwundeter zur Verjügung
zu stellen und. die spätere Erwerbsvermittelung zu übernehmen,
da diese Anstalten hierzu besonders berufen seien. Mitte
Januar hat Ihre Majestät sich erneut Bericht erstatten lassen und
weiteren Schutz zugesagt. Das Rote Kreuz hat unter dem Vorsitz von
Generalleutnant Bartels und Oberbürgermeister Geib eine besondere
LM
Fig. 56.