doppelter Windung über ein im Innern der Oberarmhülse angebrachtes
Rad gingen.
Der Meister meiner orthopädischen Werkstatt, Herr Zeibig,
hat dann aber auf meine Anregung eine Konstruktion gefunden,
welche wir nachträglich noch verbessert haben und die in ihrer
heutigen Form meines Erachtens alles leistet, was man von der Verwirklichung
des Gedankens billigerweise beanspruchen kann. Ich
habe sie bereits am 3. Juli auf einer von der Medizinalabteilung einberufenen
Versammlung der orthopädischen Fachbeiräte und Bandagisten
in der Kaiser-Wilhelms-Akademie vorgeführt (Abb. 8). Von
dem Metallteller, der den unteren Umfang des Oberarmstumpfes umgreift
und das künstliche Ellbogengelenk trägt, geht ein ein Gelenk
bildender Hebelarm aus, der sich an einen im Innern des den Unterarm
darstellenden Mannesmannrohres befindlichen Spritzenstempel
ansetzt. Dieser Stempel ist zwischen 2 Federn gelagert, diese finden
ihrerseits ihren Widerhalt in 2 anderen Stempeln, die miteinander
Abb. 9. Anwendung des Federarmes
beim Hämmern.
durch eine Stange verbunden sind. Man kann nun durch Lösung
aller Arretierungen das Ellbogengelenk völlig frei machen, z. B. für
Feilen, Hobeln, Sägen oder man kann durch Pressringe den ganzen
Mechanismus vollständig feststellen, so dass das Ellbogengelenk in
jedem beliebigen Winkel absolut fest zu stehen vermag, oder man
gibt die Federung frei und kann sie dann wiederum in jedem beliebigen
Winkel arbeiten lassen, ja man kann jede einzelne der beiden
Federn mehr oder minder stark zusammenpressen, so dass die
Extensions- oder Flexionskraft überwiegt. So haben wir den
Triumph gehabt, dass mit diesem Arm sogar gehämmert werden
kann (Abb. 9), nicht mit einem schweren Schmiedehammer, aber
immerhin doch mit einem Hammer, der das Treiben von Metall gestattet,
Nieten, Körnen, Punzen usw. In einer späteren Ausführung
haben wir die Federn aussen um das Rolır herumgelegt, so dass sie