Full text : Die Fürsorge für unsere heimkehrenden Krieger, insbesondere die Kriegskrüppelfürsorge

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Praktische Vorschläge
für,die Inangriffnahme der Kriegskrüppelfürsorge.
Bericht über das Ergebnis der im Auftrage |
der Deutschen Vereinigung unternommenen Rundreise.

Nachdem in zwei Rundschreiben an die deutschen Krüppelfürsorgeeinrichtungen
 im August und vom 4. November 19141) von
dem Vorstand der Deutschen Vereinigung die Anregung gegeben war,
zemäß einem Wunsche I. Maj. der Kaiserin die Kriegskrüppelfürsorge
nach gewissen allgemeinen Grundsätzen in die Wege zu leiten, stellte
sich sehr bald heraus, daß die Ausführung einerseits dringlich war
und daß andererseits die Einzelheiten der praktischen Inangriffnahme
dieser ganz neuen Aufgabe ganz ungewöhnliche Schwierigkeiten
bot, die nur durch den Meinungsaustausch erfahrener Persönlichkeiten
 überwunden werden konnten. Da ein noch so umfangreicher
Briefwechsel oder ein Rundschreiben erfahrungsgemäß dazu nicht
ausreicht, erwies es sich als notwendig, die Krüppelfürsorgeorganisationen
 auf einer Rundreise aufzusuchen, mit der ich von dem
Vorsitzenden der Deutschen Vereinigung, Herrn Geheimen Obermedizinalrat
 Prof. Dr. Dietrich, beauftragt wurde. So fand ein
Kongreß im Umherziehen statt, an dem die jeweilig Sachverständigsten
 teilnahmen, und mit dem besonderen Vorteil, daß die Aussprache
 in einem zwanglosen kleineren Kreise besonders frucht:
bringend war.
An den Sitzungen nahmen teil:
in Dresden: Ministerialdirektor und Vorsitzender des Landesausschusses,
 Geheimrat Rumpelt (als Vorsitzender), Geheimrat
Keller, Geh. Med.-Rat Lufft, Graf Vitztum und Reg.-Rat
v. Bernewitz (Rotes Kreuz), Geheimrat Weger (Landesversicherungsanstalt),
 Generalarzt Mutze-Wobst, Geh.-Rat

') Zeitschr. f. Krüppelfürsorge. Bd. VII. Heft 4.