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reichlich in den Jahrbüchern der Krüppelfürsorge, in der Zeitschrift,
dem Leitfaden und namentlich in unseren Kongreßverhandlungen,
wo über das Verhältnis von Staat und Armenpflege zur Krüppelfürsorge,
über Berufswahl, Werkstätten, Arbeitsvermittlung vielfach
verhandelt ist. Möchten viele Federn aus unseren Kreisen sich da
in Bewegung setzen.
Wo die betreffende Krüppelvereinigung es für wünschenswert
hält, sich um der Wirkung willen für diese Aufgabe einen größeren
Rahmen zu geben, wird das unschwer durch Bildung eines provinziellen
oder bundesstaatlichen Ausschusses zu machen sein, vor
allem durch Anlehnung an das Rote Kreuz, das besondere Abteilungen
für Verwundetenfürsorge und allgemeine Arbeitsvermittlung begründet
und sich bereit erklärt hat, uns in jeder Weise zu unterstützen.
Es wird seine Vereine entsprechend unterrichten, und da
nahezu in jedem Ort eine Unterabteilung des Roten Kreuzes besteht,
der die maßgebendsten Persönlichkeiten angehören (so z. B. ist der
Territorialdelegierte stets der Oberpräsident der betreffenden Provinz),
30 ist von dieser Zusammenarbeit Ersprießliches zu erwarten, insbesondere
nach der Richtung hin, daß die Vereine des Roten Kreuzes
aufklärend wirken und die Verstümmelten den Krüppelfürsorgeeinrichtungen
zuweisen, während diese als die Sachverständigen
naturgemäß die weitere Behandlung der Angelegenheit in der Hand
behalten.
6. Selbstverständlich ist stets die engste Fühlung mit der militärärztlichen
Behörde aufrecht zu erhalten, als deren Beauftragte wir
uns zu betrachten haben. Dies wird um so leichter sein, als von der
Medizinalabteilung des Kriegsministeriums, an das wir unter Bezugnahme
auf das mehrfach erwähnte Kabinettschreiben Ihrer Majestät
eine Eingabe gerichtet haben, an die Sanitätsämter ein Erlaß gerichtet
worden ist, daß sie sich für geeignete Fälle der Krüppelfürsorgeeinrichtungen
bedienen sollen.
7. Für unsere Friedensarbeit an den Krüppeln gilt das Schlagwort,
daß wir aus einem Almosenempfänger einen Steuerzahler machen
wollen; d. h. wir wollen aus einem bedrückten und abhängigen, und
nur Werte verbrauchenden Menschen einen aufrechten, selbständigen,
Werte schaffenden Menschen machen. Genau derselbe Grundsatz
gilt auch für die Kriegskrüppel. Es muß das jammervolle und unwürdige
Bild des kriegsinvaliden Leierkastenmannes von der Straße
verschwinden; die Helden dieses heiligen Krieges sollen nicht außer-