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nehmern, Ärztevertretung, und daß er mit dieser Kommission zusammen
arbeitet und jedes Mitglied an den richtigen Platz hinstellt,
wo e8ß das beste zu leisten vermag.
Um die ungeheuren Massen zu bewältigen, um die es sich handelt,
ist ein gewisser Schematismus notwendig. Der Schematismus ist
aber bekanntlich der Tod des Individualisierens, und doch braucht
wenigstens für die Krüppelfürsorge jeder einzelne Mann nichts dringender
als Individualisierung, und da bringen zu dem, was der Staat
und die Behörden dazutun, nämlich dem notwendigen und im besten
Sinne gemeinten Bürokratismus, die Krüppelfürsorge und die anderen
sozialen Vereine das warme Blut und den ethisch-sozialen
Untergrund, die notwendig sind, damit etwas Rechtes daraus wird.
Wenn nicht die ganze Frage vom Grund der Seele aus angepackt,
wenn nicht in brüderlicher Weise von Mensch zu Mensch verhandelt
wird, kann der Erfolg kein tiefgreifender und dauernder sein.
Nun werden Sie mir sagen: Da haben wir ja das Wohlfahrtsamt,
nach dem so viele rufen. Ja, wenn wir es auf diese Weise bekämen,
zunächst für eine Provinz, dann für die Bundesstaaten, schließlich
ein Wohlfahrtsamt des Reiches — wer würde das bedauern wollen?
Es wäre als eines der großen Glückszufälle zu begrüßen, die uns
dieser Krieg fast wider Willen bescheert.
Nun, in bezug auf diesen schönen Traum eines solchen Wohlfahrtsamtes
wird uns ja die Zukunft zu ihrer Zeit Erfüllung oder auch
Enttäuschung bringen. Jetzt heißt es, arbeiten, und ich darf versichern,
es wird gearbeitet, und zwar in der hingebendsten Weise an
allen Stellen, in Nord- und in Süddeutschland. Am besten erscheint
mir bisher die Arbeit für Krüppelfürsorge in Baden ausgebaut, in
einem Bundesstaate, der übersehbar ist, während zum Beispiel unser
Preußen ja so unendlich viel größer und mannigfaltiger ist, daß
man es nicht mit einem Male überschauen kann. Dort besteht
eine ausgezeichnete Organisation der Krüppelfürsorge, und dort
hat der zuständige Minister des Innern, Freiherr von Bodman,
persönlich die Führung übernommen, hat sich das Sanitätsamt
herangeholt, das Rote Kreuz, die Arbeitsnachweise und dergleichen,
und nun geht die Arbeit dort in wunderschönster Weise vorwärts,
d.h. dort ist die Organisation praktisch genommen so eingerichtet, wie
sie vorher gefordert wurde. Zwar tut es der Minister nicht im amtlichen
Auftrage des Staates, aber immerhin doch als Staatsminister.
Ähnlich arbeitet das Königreich Sachsen, wo schon sehr früh
angefangen worden ist. Als von uns aus die ersten Veröffentlichungen