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sie genießt; bis auf ganz wenige sind alle deutschen Krüppelfürsorgestellen
ihre Mitglieder, Diese Hinweise und die rege Teilnahme der
Behörden an dem ersten und an diesem Kongreß zeigen, daß die
Vereinigung tatsächlich der Sammelpunkt für die Krüppellürsorge
geworden ist. Und warum? Weil sie es zu ihrem Grundsatz
gemacht hat, daß niemals ein äußeres Schema in sie einziehen
30ll, daß jedes Heim nach seinem Gutdünken und in Anlehnung
an die örtlichen Bedürfnisse arbeiten soll, und daß uns hier nur das
Gemeinsame, die Sorge um die Krüppel, interessiert. Die Form
ist Sache des einzelnen, der Kern unser aller Herzensangelegenheit —
„Getrennt marschieren, vereint schlagen‘, hat die Deutschen noch
immer zum Siege geführt. Lassen Sie uns daran festhalten: nichts
ist deutscher als diese in lebenswarmer Vielgestaltigkeit enthaltene
Einheit; in ihr ist die Gewähr für alle Zeiten gegeben, daß wir in
unserm Marsch nicht aufgehalten werden können.
Was hat denn nun aber die Vereinigung noch sonst geleistet ?
Nun, sie besteht erst 3 Jahre, aber immerhin ist sie nicht. müßig
gewesen. Neben der eben erwähnten Sammelarbeit setzt sie die
von der Statistik ausgegangene Aufklärung fort. Dazu gibt sie
eine Zeitschrift heraus, die besonders wichtig geworden ist, nachdem
das verdienstvolle Jahrbuch des Pastors SCHÄFER eingegangen ist,
Sie hat ferner einen Leitfaden herausgegeben, dessen Verbreitung
ihr sehr am Herzen liegt, und eine Sammlung von Diapositiven
and einen Kinofilm, der das Leben in der Berliner Anstalt schildert,
die andauernd unterwegs sind, im Osten und Westen des Vaterlandes,
wie im Ausland. Zuletzt hat sie im vorigen Jahre auf der
Dresdener Hygieneausstellung in einem Pavillon das
ganze Gebiet gegenständlich vorgeführt. Durch diese Ausstellung
sind über 8320000 Besucher hindurchgegangen, täglich 1800, an
den Sonntagen manchmal über 5000! Welche Aufklärung das geschaffen
hat, ist unschwer einzusehen.
Draußen ist auf einem Tisch ein Album unseres vorjährigen
Pavillons ausgelegt, daneben die anderen Drucksachen der Vereinigung
und eine Liste für Beitrittserklärungen. Sie werden es mir
aicht übel deuten, wenn ich als Geschäftsführer der Vereinigung
darum bitte, daß recht viele von der ‚Liste Gebrauch machen. Für
den Jahresbeitrag von 15 Mark wird die Zeitschrift geliefert und die
Kongreßverhandlungen. Und die Vereinigung braucht nicht nur viele
Freunde, sondern bedarf auch der Einnahmen, um ihre der ganzen
deutschen Krüppelfürsorge zugute kommenden Arbeiten auszuführen.