Vorwort zum 121. Tausend.
Nachdem in einem halben Jahre 120000 Stück der vorliegenden Schrift
oerbreitet worden sind, zum Teil durch behördliche Massenankäufe bis zu
15000 Einzelheften, erschien es notwendig, bei einer neuen Durcharbeitung
des Wortlauts die inzwischen gewonnenen Erfahrungen zu berüchksichtigen
und das, was in der ursprünglichen Fassung noch als Forderung erhoben
wurde, nunmehr als Erfüllung darzustellen. Das Verzeichnis der Deutschen
Krüppelheime ist in verkürzter Form wiedergegeben, dafür aber auf die neu—
erstandene Organisation der Kriegsbeschädigtenfürsorge verwiesen, von der
die Kriegskrüppelfürsorge nur ein Gebiet darstellt. Auch sind die wichtigsten
Veröffentlichungen mit kurzen Inhaltsangaben mitgeteilt. Am anschaulichsten
kommen die Fortschritte in den Bildern zum Ausdruck, von denen mehr als
die Hälfte durch neue ersetzt sind. Im ganzen aber habe ich der Versuchung
widerstanden, das Buch so umzuschreiben, daß es ein ganz neues wurde; es
hat, wie mir zahllose Zuschriften aus allen Gebieten Deutschlands und Oster—
reich-Ungarns, aus den Lazaretten und aus der Etappe, wie aus den Schützen—
gräben zu meiner Freude gezeigt haben, wohl den richtigen Ton getroffen
und zu rechter Zeit das rechte Wort ausgesprochen, das Tausenden auf der
Seele lag. Mag es darum, nachdem es zur Auslösung der großen Bewegung
an seinem Teile beigetragen hat, in der alten Sprache weiter zu wirken
versuchen.
Eine ungarische Ausgabe ist von der Baronin Josina Bethlen
Baläzsné besorgt und mit Vorworten des Ministerpräsidenten Grafen
Tisza und des Professor Lumniczer versehen worden. Eine Übertragung
ins Bulgarische und ins Volnische ist in Vorbereitung.
Berlin-Zehlendorf, im Januar 10916.
Konrad Biesalski.