Full text : Kriegskrüppelfürsorge

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Fig. 68. Fischersche Klaue mit Schraubvorrichtung,
einen Federhalter führend.“

Fig. 69. Fischersche Klaue, einen Topf—
henkel fassend.

dienstbar gemacht, erstlich einmal der Heilung. Denn besser als alle Massage
und Mediko-Mechanik ist die Arbeit: Eine versteifte Schulter wird durch
Feilen und Sägen beweg—
lich gemacht ohne Rücksicht
darauf, ob der Mann spä—
ter beispielsweise Kutscher
wird; die Handhabung des
Stemmeisens oder des
Ziehmessers übt Hand und
Arm, auch wenn sie später
Schlegel und Hammer des
Bergmanns führen sollen.
Dann aber dienen die
Werkstätten dazu, die Leute
wieder in die Handgriffe
ihres alten Berufes einzu—
führen oder in die Er—
lernung eines neuen. Sol—
chen orthopädischen
Lazaretten oder An—
stalten ist gewöhnlich eine
soziale Kommission
angegliedert, die sich um
die Unterbringung des
Mannes in seinem alten
Beruf oder jedenfalls in
einer geeigneten Arbeits—
stelle bemüht und in wel—
cher neben dem Arzt die
Vertreter der Arbeitsver—

Fig. 70. Fischersche Klaue zum Erfassen namentlich feinerer
Gegenstände: Papier, Streichhölzer, Nadeln, Federhalter,
Malerpinsel in schräger oder querer Richtung. Die angebrachte
Federung ermöglicht es auch einem beidseitig Amputierten,
die Klaue zu öffnen und zu schließen.

Fig. 71. Künstliche Hand aus Holz mit federndem Daumen,
um welche der Zügel so gewickelt ist, daß der Reiter für ge—
wöhnlich damit auskommt, und nur gelegentlich mit der
rechten Hand nachzugreifen braucht. Sollte er stürzen und
das Pferd durchgehen, so reißt dieses mittels der festsitzenden
Zügel die Hand aus einer federnden Verbindung mit der
Unterarmhülse und der Reiter wird nicht mitgeschleift.