Full text : Kriegskrüppelfürsorge

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der Entlassung aus dem Lazarett und
einer etwaigen Erholung sofort auf—
suchen kann. Auskunftsstellen, welche
die Krüppelfürsorge eingerichtet hat,
geben Gelegenheit, rechtzeitig und an
allen Orten sachverständigen Rat ein—
zuholen. Dazu tritt noch die Tätigkeit
der öffentlichen Arbeitsnachweise, der
jedem Lazarett angegliederten sozialen
Kommission und der (weiterhin näher
geschilderten) behördlichen Einrichtungen.
Wo das hier in Rede stehende Gebiet
aufhört, beginnt die Sorge für die
Leichtverwundeten, für die vor dem
Feinde Erkrankten und für die gesunden
Arbeitslosen. Hierbei sind außer den
schon angeführten oder noch zu er—
wähnenden zahlreiche andere soziale
Faktoren interessiert: die staatlichen Ver—
sicherungseinrichtungen mit ihren Or—
ganen, die Berufsgenossenschaften und Krankenkassen, die Gemeinden, die
öffentliche Armenpflege, das Rote Kreuz, soziale Vereine usw.
Da jede von ihnen ebenso
wie die Krüppelfürsorge nur
einen Teil der gesamten Kriegs—
fürsorge zu bewältigen vermag,
kommt für die Zusammen—
fassung, Leitung und Beaufsichti—
gung aller zu einem lebendigen
Organismus nur eine Stelle in
Betracht, nämlich der Staat. Für
ihn haben die Krieger gekämpft,
ihm gehören die wesentlichften
Hilfsgruppen sowieso an, er allein
besitzt die Autorität und Kraft,
um ein ersprießliches und sach—
liches Zusammenarbeiten zu er—
möglichen, er bietet allein die
Gewähr, daß die auf unab—
sehbare Zeit zu berechnende
Arbeit durchgehalten wird und
daß verschiedene Maßnahmen,
unter anderen die Überführung
in die Heimat, einheitlich geregelt
werden.