— 26
Auch diese Meinung ist unter allen Umständen falsch und muß ver—
schwinden. Jeder Linkshändige kann neben anderen Berufen z. B. das
Schreiberhandwerk erlernen (Fig. 76). Auch die Schreibmaschine kann
der Einhändige bedienen. Ja selbst wenn beide Hände fehlen, kann der
Betreffende dahin gebracht werden, alle landläufigen Verrichtungen und
selbst das Schreiben auszuüben (Fig. 42). Ein Lehrer, dem beide Vorder—
arme amputiert sind, macht ohne jeden Gliederersatz sämtliche Ver—
tuutramersata
uͤr cꝛo Atheit rrtt
Anigen aus wechssl
—E DD
Fig. 48. Unterarmmanschette (rechts unten) mit den verschiedensten Ansätzen zu
gewerblicher Arbeit.
richtungen des täglichen Lebens und füllt seinen Beruf an einer Schule
mit voller Lebensfreudigkeit aus wie wenn er ganz unbeschädigt wäre
(Fig. 41 -43).
Für Schuhmacher, welche den Knieriemen nicht benutzen können, weil
das Knie versteift oder schmerzhaft ist, gibt es eine Vorrichtung, in
welche der Stiefel wie mit einem Knieriemen eingespannt werden kann
(Fig. 53). Völliges Schlottern des Ellbogens ermöglicht z. B. das Schneidern,
ja eine künstliche Versteifung würde nur schaden, und ein Knabe,
bei dem das Ellbogengelenk versteift ist, dem ein Finger fehlt und dessen
übrige Finger dieser Hand nur eine beschränkte Beweglichkeit zeigen, wird
in der Korbmacherei ausgebildet (Fig. 54), ja er kann selbst so feine Arbeit
machen wie eine Ritterburg aus Plastilin. Namentlich das Letzte diene als