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Fig. 46. Dasselbe Mädchen, wie es mit dem
Stumpfe die Stricknadel hält.
So ist es auch möglich, daß Einarmige
mit geeigneten Ansatzstücken zahlreiche andere
Berufe ausüben können, z. B. landwirtschaft—
liche Arbeiten verrichten, tischlern, schlossern
u. v. a. m. (Fig. 26—29). (48 u.ff.)
Einem Lehrling (Fig. 52) fehlt der linke
Arm bis auf einen kurzen Stumpf und von der rechten Hand sind nur
aoch drei Finger vorhanden, trotzdem kann er mit Hilfe eines künstlichen,
nur für die Arbeit gebauten Gliedes, das er im Ellbogengelenk in jedem
heliebigen Winkel feststellen kann, Korbflechterei machen und auch 3. B. in
der Offentlichkeit wie jeder Gesunde essen.
Als Beweis dafür, daß ein Schneider, der eine Hand verloren hat,
trotzdem schneidern kann wie vorher, diene ein
Mädchen, dem von Geburt an eine Hand fehlt;
es kann mit dem Stumpf nähen, sticken und
flicken (Fig. 44547).
Ein Lehrling, dem ein Bein in der Hüfte
abgenommen werden mußte, lernt Orthopödie—
mechanik und zeigt damit, daß man auch mit
einem Bein einen Beruf ergreifen oder weiter
betreiben kann, bei dem es während der Arbeit
überhaupt kein Hinsetzen gibt (Fig. 51). Natür
lich benutzt er beim Gehen auch einen Stelzfuß.
Ein Tischlerlehrling, der den Unterarm im
Ellbogengelenk verloren hat, hobelt mit einem
hölzernen Kunstarm genau so geschickt und
schnell, wie ein Zweihändiger und kann auch
alle sonstige Tischlerarbeit leisten (Fig. 64).
Der Laie glaubt, daß der Verlust der
rechten Hand schlimmer sei, als der der linken.
Mädchen