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die Zukunft eingesetzt hat, wo noch der
Mannesstolz des Heimatbeschützers lebendig
ist und der Drang, ein aufrechter Kerl zu
bleiben, der sich und andern Hochachtung
abnötigt. Da müssen die Gedanken und
Wünsche auf den rechten Weg gelenkt
werden, so nachdrücklich wie möglich, denn
es kommen später noch genügend Einflüsse,
die einen Teil davon zerstören. Der beste
Erzieher dafür ist der behandelnde Arzt
selbst, dem als seinem leiblichen Helfer
der Verstümmelte auch seelisch am ehesten
vertraut. Wer glaubt, daß er allein mit
Paragraphen und sauber abgegrenzten Ver—
ordnungen die schwere Frage bezwingen
kann, wird niemals das Übel an der Wurzel
fassen; dazu gehört das warme Blut der
treiwilligen Liebestätigkeit mit ihrem ethisch—
religiössen Untergrund und das Verhandeln
von Mensch zu Mensch.
Und was das beste ist: Diese allgemeine
Aufklärung wird nicht nur für die vor—
liegende Aufgabe von Bedeutung sein,
sondern in der Zukunft ihre segensreiche
Rückwirkung auf die Gesamtauffassung auch
der durch einen Friedensunfall herbeige—
führten Erwerbsbeschädigungen haben.
Fig. 414. Lehrer eines Krüppelheims
mit Verlust beider Hände, der ohne alle
Ansatzstücke sämtliche Verrichtungen des
täglichen Lebens ausführt und als
Lehrer an der Schule des Krüppelheims
und der Invalidenschule vollamtlich tätig
ist. Die Anknöpfung des Hemdkragens
macht er mittels eines Schuhknöpfers an
einem Stiel. Die Beinkleider werden durch
einen Leibgurt getragen, die Armband—
uhr zieht er mit den Stümpfen selbst auf
Fig. 42. Derselbe wie in Fig. 41, wie er mit den Stümpfen den Entwurf eines Geschäftsbriefes
für die Kriegsinvaliden an die Tafel schreibt. Seine Geschicklichkeit ist so groß, daß er mit den
bloßen Stümpfen sich sogar selbst rasiert. Wenn er auch viele Jahre gebraucht hat, um so weit
zu kommen, so ist er doch ein leuchtendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der menschlichen
Organe.