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II. Die soziale Fürsorge.
A. Aufklärung.
Die beabsichtigte Fürsorge für unsere Kriegskrüppel muß gelingen,
weil alle Voraussetzungen (ärztliche Kunst, Erfahrung in Krüppel—
fürsorge, Wohlwollen der Behörden) vorhanden sind bis auf eine, näm—
lich die richtige Auffassung von der körperlichen Leistungsfähigkeit eines
Verstümmelten.
Der Sentimentale spricht: „Wie kann man die Gefühlsroheit haben
und einem armen Manne, der für das Vaterland seine Hand verloren und
soviel Schmerzen ausgehalten hat, zumuten, daß er. wieder arbeiten soll,
Fig. 29. Oberarm-Amputierter mit Behelfsglied an der Ziehbank zum Beweise dafür, daß es
auch möglich ist, für Oberarm-Amputationen behelfsmäßige Vorrichtungen aus Bandeisen zu
fertigen, mit denen der Mann sehr wohl so lange arbeiten und sein Schultergelenk üben kann,
bis er das endaültige Kunstglied bekommt.
wo es doch klar ist, daß ein Einhändiger überhaupt nichts mehr zu arbeiten
vermag.“ Der sozial-gesunde Menschenverstand erwidert: „Ganz allein um
seiner selbst und seiner Nachkommenschaft willen soll der Verstümmelte
wieder sein eigen Brot verdienen, damit er nicht, an Gott und Menschen
verzweifelnd, dem Elend und der Armenpflege anheimfällt — denn dazu