Full text : Kriegskrüppelfürsorge

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Holzhand mit federndem Daumen aus. Als
Betätigungsarm kommen jetzt wieder ähn—
liche Konstruktionen in Gebrauch, wie sie
schon vor hundert und mehr Jahren in ein—
zelnen Fällen benutzt wurden; sie lösen
Bewegungen künstlicher Finger vermittelst
von Schnüren aus, die von der Schulter
her oder durch bestimmte Stumpfbewegungen
angespannt werden. Außer einem ameri—
kanischen Fabrikat sind auch deutsche Neu—
konstruktionen vorhanden. Die Erfahrungen
darüber, ob sie in größerem Umfange für
die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden
können, sind noch nicht zahlreich.
Ebenso gilt für den Ersatz verloren ge—
gangener Beine, daß die künstlichen Glieder für
die Arbeit einfach und dauerhaft sein müssen.
Auch wer das Unglück gehabt hat, beide
Beine zu verlieren, kann noch dazu gebracht
werden, auf geeigneten Apparaten und mit
Hilfe von zwei Stöcken sich zu bewegen
(Fig. 40).
Um die Wartezeit bis zur völligen Schrumpfung des Stumpfes (festes
Wickeln mit einer Trikotschlauchbinde beschleunigt diesen Vorgang) und bis
zur Fertigstellung des endgültigen Kunstgliedes für Bewegung und Arbeit
auszunützen, kann man in wenigen Tagen Behelfsglieder für Arme
oder Beine anfertigen (Fig. 28 30)

Fig. 28. Oberarm-Amputierter mit Behelfsalied beim Kippen des Kohlenwagens.