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Die Organisation der Fürsorge.
werden würden. Auch die Mitwirkung des Roten Kreuzes
und anderer Vereine für private Wohltätigkeit konnte und
durfte nicht abgelehnt werden, denn die Kriegsinvaliden—
fürsorge soll unterschiedslos den Angehörigen aller Gesell—
schaftsklassen dienen, soweit sie als Kriegsteilnehmer resp.
Kriegsinvaliden in Frage kommen. Im Verhältnis zu der
überwiegenden Zahl, die die Angehörigen der Arbeiterklasse
auch unter den Kriegsteilnehmern bilden, wäre es aber berech—
tigt gewesen, wenn in alle Fürsorgeausschüsse eine größere
Zahl von Arbeitervertretern berufen worden wäre, als es
bisher zumeist geschehen ist.
Jedoch selbst ein einzelner Gewerkschaftsvertreter kann,
wenn bei der Wahl auf die erforderliche Befähigung für dieses
Amt gesehen wird, in den Körperschaften der Fürsorgeorgani—
sationen erfolgreich für die Arbeiterinteressen tätig sein. Ge—
rade weil eine so große Anzahl der Kriegsinvaliden dem
Arbeiterstande angehört, werden auch immer wieder Ar—
beiterfragen in der Fürsorgeorganisation zu erörtern
sein, in denen der Gewerkschaftsvertreter als Sachverständiger
auftreten kann. Versteht er es dann, sich von Anbeginn durch
ruhige und überlegte Sachlichkeit und durch Ernst und Ent—
schiedenheit die nötige Achtung und Anerkennung zu ver—
schaffen, so wird seine Kenntnis des Arbeiterlebens, werden
seine eigenen praktischen Erfahrungen als Arbeiter sicherlich
oft in Anspruch genommen und seine Anregungen und Vor—
schläge jedenfalls auch nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Die beiden wichtigen Aufgaben der Fürsorge, die Berufs—
beratung und die Arbeitsvermittlung, finden in jedem Falle
in dem Gewerkschaftsvertreter einen durchaus erfahrenen
Mithelfer, aber auch an dem Aufbau und der Ausbildung
der Fürsorgeorganisation selbst wird gerade er nützlich mit—
wirken können, weshalb auch aus diesem Grunde nur die be—
fähigsten und erfahrensten Vertreter von den Gewerkschaften
zu der Kriegsinvalidenfürsorge delegiert werden sollten.
Einige Richtlinien für die zweckmäßige Einrichtung der
Organisation sind im Anhang abgedruckt, besonders in den
Vorschlägen, die von den Vertretern der Angestellten- und
Arbeiterorganisationen unter Mitwirkung der Generalkom—
mission der Gewerkschaften an den Landesdirektor der Pro—
vinz Brandenburg eingereicht worden sind.