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Einleitung⸗
am Schlusse des Jahres 1914 bereits 50 000, die infolge der
im Kriege erlittenen Verletzungen ihre volle Erwerbsfähigkeit
nicht wiedererlangen werden. Seitdem hat jeder Tag neue
Opfer erfordert, und das Bild vergrößert sich noch gewaltig,
wenn man sich dazu die Ausführungen des Oberstabsarztes
Prof. Or. Schwienimg vor Augen hält, die er auf der
aence ereded wy 8. Februar 1915 im Reichs—
tag machte: „Die Kriegskrüppel sind nur ein kleiner Teil aller
derjenigen, für die wir (die Militärverwaltung) zu sorgen
haben, der größte Teil sind diejenigen, die an
Lungen, Herz, Nerven und Rheumatismus
erkrankt sind und schwererwerbsbeschränkt
bleiben.“ IJ
Da sich unter den Kriegsteilnehmern auch rund eine
Million Gewerkschaftsmitglieder befinden, so
ergibt sich von selbst, daß die gewerkschaftlichen Berbände
sich ihrer Pflicht der Hilfeleistung für die eigenen Mit—
glieder, die aus dem Krieg als Krüppel oder Invalide heim—
kehren werden, rechtzeitig erinnern mußten. Sind diese doch,
sobald sie die Arbeit wieder aufnehmen können, noch mehr
als die übrigen Mitglieder des Schutzes der Organi—
sation bedürftig. Die gewerkschaftliche Fürsorge für die
Kriegsbeschädigten muß mindestens da beginnen, wo diejenige
der staatlichen Organe und der Wohltätigkeit aufhört, das
heißt in dem Augenblick, wo der geheilte Soldat seine Uniform
mit dem Arbeiterrock vertauscht und dem Unternehmer wieder
seine Arbeitskraft verkaufen muß.
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