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Ein Heim, das allen Aufgaben gerecht werden soll, muß eine Klinik
mit Operationssaal, Medicomechanik, Röntgenlaboratorium und orthopädischer
Werkstatt, eine Schule mit Nebenklasse, Fröbelunterricht, Schulturnen,
Handarbeitsunterricht und Fortbildungsschule, ferner mehrere
Werkstätten unterhalten. Die dazu gehörigen Räume, Einrichtung und
fachmännisch geschultes Personal verursachen so große Kosten, daß die
mindeste Zahl von Insassen wohl 100 betragen muß, um nur die
allernotwendigsten Betriebskosten aufzubringen. Bei einer Belegziffer von
250—300 Betten kann, ortsübliche Krankenhauspreise und einen entsprechenden
Vereinszuschuß vorausgesetzt, angenommen werden, daß das
Haus sich leidlich erhält.
In den letzten vier Jahren sind etwa fünf Millionen von privaten
Wohltätern für die Erbauung von Krüppelheimen gestiftet worden,
Je eine Million Einwohner braucht ein Krüppelheim von
100 Betten; in Verbindung mit ausreichenden ambulatorischen KEinrichtungen
kann es seinen Bezirk dann genügend versorgen.
Es ist falsch, die Anstalten aufs flache Land zu legen. Kin
Krüppelheim gehört an die Peripherie einer großen Stadt, womöglich
Fig. 78a.
Blick in die Bandagisten
-Werkstatt.
Fig. 78b,
Blick in die orthopädische Werkstatt
mit Drehbank, Polierstein, Blechschere.