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Daneben‘ steht .der leichter einzusehende national-ökonomische Wert.
Rechnet:man mit RosEnFELD, daß ‚ein unversorgter Krüppel der Öffentlichkeit
jährlich 400 M. kostet. ‚und daß er statt dessen, erwerbsfähig gemacht,
400 M:;“ selber verdient, so bedeutet das eine Differenz‘ von 800 M. zugunsten
des‘ Volksvermögehs. Mag diese. Summe in einzelnen Fällen zu hoch sein,
so besagt‘ sie doch, wenn man sie mit der viel. tausendfachen Zahl jugendlicher
Krüppel mültipliziert, daß durch eine geordnete Krüppelfürsorge in
Deutschland viele Millionen jährlich an Volksvermögen erspart werden und
ebensoviele Millionen ‘durch die Arbeit der erwerbsfähig gemachten Krüppel
neu hinzu verdient werden. Diejenigen, welche den Hauptvorteil davon
haben, sind die Armenverwaltungen jeder Kategorie, deshalb können
sie in die Krüppelfürsorge jede beliebige Summe als Unterstützung hineinstecken;
sie werden immer eine glänzende Verzinsung dieses Anlagekapitals
erfahren, wenn auch erst im Laufe der Jahre.
Auf seinen Beruf wird der Krüppel schon vorbereitet während der
Schulzeit durch den Unterricht nach arbeitsunterrichtlichen Grundsätzen,
dann durch die Werkstattlehre und vor allem durch eine Einrichtung, die
ihm außerhalb eines Krüppelheims nicht geboten werden kann, nämlich
eine Art vorbereitender Lehrlingszeit. Wenn
z. B. ein Kind eine mäßige Krampflähmung der
linken Hand hat und sich im übrigen für
Schneiderei eignet, so kann es schon während
der beiden letzten Jahre seines Schulbesuches
täglich auf einige Stunden die Schneiderstube
Fig. 52, Sticken und Klöppelarbeit.