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ein geeigneter Pädagoge Schule und Handwerksstuben verantwortlich zusammen
leitet. Wie einerseits die Schule organisch die Klinik durchdringt
und umgekehrt, so muß es andererseits mit der Schule und den
Handwerksstuben wechselseitig sein.
In der Fortbildungsschule (Lehrwerkstätte) ergänzen die Kinder
ihr formales Schulwissen und werden außerdem in Zeichnen, Rechnen,
Handelslehre usw. für ihr besonderes Handwerk fortgebildet. Außerdem
gibt es noch den Fachunterricht, den für jedes Handwerk der betreffende
Meister erteilt,
Um die Kinder selbständig zu machen, käme noch ein Grundsatz in
Frage, der im Auslande vielfach schon angewandt wird, nämlich die
Selbstverwaltung, die das gemeinsame Leben der Kinder, aber auch z. B.
die Schule und andere Einrichtungen des Hauses den Bestimmungen und
der Gerichtsbarkeit der Kinder selber unterstellt.
Wie es in der Krüppelfürsorge eine ambulante ärztliche gibt, so auch
eine ambulante pädagogische. Manche Krüppelleiden, z. B. abgelaufene
tuberkulöse Gelenkerkrankungen, bedürfen nicht des dauernden Aufenthalts
in einem Heim, besonders dann nicht, wenn die häuslichen Verhältnisse
eine ausreichende Verpflegung des Kindes und Berücksichtigung Seiner
körperlichen Schwäche gestatten. Aber der Weg zur Schule wird dem
Kinde doch schwer, oder es leidet unter den Hänseleien seiner Mitschüler.
Für diese Kinder sind besondere Krüppelschulen von großem Nutzen, über
die im V. Kapitel mehr gesagt werden wird.
In welcher Weise
das Zusammenleben
der Kinder in einem
Heim sich gestaltet,
hängt von dem Charakter
der Anstalt ab. In
den meisten Anstalten.
werden die Geschlechter:
getrennt gehalten
und die "Trennung
geht so weit, daß sie
gesonderte Gärten,
Spielplätze und Turnhallen
haben. In andern
herrscht das Prinzip
der gemeinsamen
Erziehung der Geschlechter,
das ja auch