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geistiger Stärke
kommen, wenn ihr
körperliches Übel
schwindet. Der
Unterricht der
Schwachbefähigten
hat heute vorzügliche
Krgebnisse,
Es istselbstverständlich,
daß
er auch im Krüppelheim
nur von
Fachleuten ausgeübt
werden sollte.
Auch hier steht
wieder das Prinzip
des Werkunterrichts
obenan.
Denn wenn es
schon für die
normal begabten Schüler Gutes leistet, so ist es für die Schwachsinnigen
das Beste, was es überhaupt gibt, und wo minderwertige Gehirne zu
geregelter Denktätigkeit erzogen werden, da geschieht es fast immer auf
dem Umwege der sinnlichen Wahrnehmung, nicht auf dem des methodischen
Einpaukens. Einzelne Lehrer der Schwachsinnigen gehen sogar so weit,
daß sie den Kindern nicht einmal eine Fibel in die Hand geben, sondern
die Kinder machen sich ihre Buchstaben selber aus Plastilin und Stäbchen
und stellen sich auch ihre Fibel selber her, indem sie in ein leeres Heft
Bilder einkleben oder malen und den Text hinzufügen. Jedenfalls ist
einleuchtend, daß ein schwachsinniger Krüppel wohl kaum an einer anderen
Stelle soweit gefördert werden kann, als in einem Krüppelheim, wo er die
für ihn notwendige ärztliche Versorgung sowohl als die pädagogische gleichzeitig
hat und ohne Zeitverlust ausnutzen kann.
Kin wichtiger Grundsatz der pädagogischen Krüppelfürsorge ist der
Begriff der Lehrwerkstätte, die darin besteht, daß neben dem Unterricht
in einem Handwerk gleichzeitig die Schule die zum Verständnis der Handwerkslehre
nötigen Kenntnisse und Theorien liefert. Z. B. wenn der Junge
in der Schuhmacherei lernt, wie Pechdraht gemacht wird, so wird er zur
gleichen Zeit in der Schule unterrichtet, was Pech ist und wie der Hanf
entsteht, aus dem der Pechdraht geflochten wird. Dieses Prinzip ist noch
nicht genügend ausgebaut, hat dagegen eine große Zukunft vor sich, wenn