39
oder eines verödeten Gelenks zeigt mit untrüglicher Sicherheit nur das
Röntgenlicht. So mehren sich denn auch in erfreulicher Zahl die
Röntgenapparate in den Heimen, wie überhaupt die der ärztlichen Tätigkeit
dienenden Kinrichtungen,
Überall ist jetzt ein Arzt oder mehrere zur Verfügung; kein Heim
mehr entbehrt regelmäßiger ärztlicher Hilfe. Vielfach ist es der Arzt
des betreffenden kleinen Ortes oder Dorfes, daneben stehen zahlreiche
Namen mit gutem Klang in der operativen Welt, u. a. ein ordentlicher
Professor für Chirurgie. An 21 Stellen wirken Spezialärzte für ortho-Fig.
39.
Hüftbewegungsapparat eingestellt
für Heben und Senken des Beines.
Fig. 40.
Apparat für Bewegungen im Schultergelenk,
eingestellt für Vorwärtsheben
und Senken des Armes,
pädische Chirurgie, (darunter 4 Professoren), 3mal teilen sich je 2 in
die Leitung. An 22 Anstalten sind eigne. Operationssäle vorhanden, (in
dreien sogar je 2); 5 Heime lassen ihre Operationen‘ in einem nahegelegenen
Krankenhaus desselben Ortes ausführen, 2 schicken ihre Kranken
zur Operation in andere Orte. 13 Heime (gegenüber 8 in 1908), verfügen
über eigene Assistenten für Behandlung der Krüppel, davon drei über 2,
zwei über 3. Eine Anstalt hat 2, eine 1 Medizinalpraktikanten. Elfmal
werden Consiliarii angegeben, (7 in 1908) deren Zahl von 1 bis 6 schwankt;
ja die Nürnberger Fürsorgestelle hat 9 Chirurgen bzw. Orthopäden und
4 andere Spezialärzte, die dort in einer Art von Genossenschaft arbeiten.