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stellungen überwunden, durch unaufhörliche
Massage und Übungen an medicomechanischen
Apparaten die Kräfte der gelähmten
Muskeln gehoben, die behindernden Verkürzungen
gedehnt, und in vielen Fällen Heilungen in der
Weise erzielt werden, daß Kinder, die vorher
selbständig nicht einmal stehen konnten, frei-umherzugehen
vermögen. In besonders schweren
Fällen können die Krampfzustände durch Operation
am Rückenmark gemildert werden.
Aus beiden Kategorien,
den schlaffen
wie Krampflähmungen,
sind in den Krüppelheimen
die sogenannten
Rutscher bekannt,
d. h. Kinder,
die nicht gehen oder
stehen, sondern nur
in gebückter Stellung
rutschen oder auf allen
Vieren kriechen können.
Es ist in allen
Fällen möglich,
diese Kinder, welche
sozusagen Vierfüßler
geworden sind, wieder auf die Beine zu bringen und sie, abgesehen
von vereinzelten ganz schweren Fällen, so weit zu heilen, daß sie mindestens
an einer Gehbank oder zwei Stöcken sich fortzubewegen vermögen, Schulunterricht
aufsuchen und an der Ausbildung ‘in einem Handwerk teilnehmen
können.
Eine weitere, meist zu ganz schweren Verkrüppelungen führende Nervenkrankheit
ist der fortschreitende Muskelschwund, der im frühen
Kindesalter einsetzt, und manchmal viele Jahre braucht, um das Individuum
so weit zu erschöpfen, daß es sich auflöst. Anfangs sehen die Kinder wie
kleine Athleten aus, aber sie vermögen sich nur mühsam zu bewegen, weil
die scheinbar kräftigen Muskeln nur noch überwiegend aus Fett bestehen.
Schließlich können die Ärmsten sich nicht einmal mehr selbständig aufrichten
oder wenn sie aufgerichtet werden, vielleicht noch sitzen. Nach
einigen Jahren hört auch das auf, und sie sind zu dauerndem Ruhelager
oder einer Zwangshaltung verurteilt, wobei die schwersten Deformierungen