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mäßigem Grade auch durch geeignete
Apparate, welche die ganzen Beine in
Form von Lederhülsen umhüllen, gebessert
werden, doch sind diese Apparate sehr kostspielig,
werden leicht reparaturbedürftig
und wachsen mit dem Kinde nicht mit.
Deshalb lautet heute namentlich für die
Armen die Devise „Los vom Apparat“.
Ist z. B. das ganze linke Bein in
allen drei Gelenken absolut gelähmt, so
wird es im Fuß, Knie und Hüfte versteift.
Das linke Bein ist dann sozusagen
zu einer am Becken angewachsenen Stelze
umgewandelt. Damit ist der Kranke
aber besser daran, als mit einem teuren,
ewig repdraturbedürftigen und schweren
Apparat.
In neuerer Zeit werden auch durch
Pfropfung von Nerven solche Krankheiten
in der Weise geheilt, daß einem
gelähmten Nervenstamm neue Energie zugeführt
wird durch Überpflanzung eines
abgespaltenen Teils von einem gesunden
Nachbarnerven,
Die 2. große
Gruppe sind die Krampflähmungen, fast immer
angeboren und auf Veränderungen des Gehirns beruhend.
Bei diesen Kindern sind die Muskeln nicht
vollständig gelähmt, befinden sich aber in einem
dauernden Krampfzustande, sodaß die Glieder steif
und ungelenk sind. Hier können durch blutige und
unblutige Dehnungen die zwangsweisen Beuge-Fig.
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Knabe mit Lähmung
beider Beine und des
Rumpfes, der nur auf
allen Vieren zu kriechen
vermochte. Geht jetzt
in Schienen-Hülsenapparaten
und Stützkorsett
aufrecht an der Gehbank
und auch mit Stöcken;