Full text : Leitfaden der Krüppelfürsorge

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7. Fußverunstaltungen.
Jeder verkrüppelte Fuß kann durch operative
 Maßnahmen so umgeformt werden, daß er
zu einem nahezu unbehinderten Gang wieder
benutzbar wird. Die angeborenen Fußverunstaltungen,
 besonders der angeborene Klumpfuß,
müssen frühzeitig behandelt werden, je früher,
desto besser. Es ist nicht immer leicht, gelingt
aber schließlich immer, den letzteren vollständig
zu heilen. Dasselbe gilt vom angeborenen Plattfuß,
 der schr viel seltener ist. Es gibt dann
noch einen Hackenfuß, einen Spitzfuß, einen
Hohlfuß und die verschiedensten Kombinationen
dieser einzelnen Formen. Die meisten davon beruhen
 auf nervösen Krkrankungen und können
durch gewaltsame Geraderichtung, durch Verlängerung oder Verkürzung
oder Verpflanzung von Sehnen, Herausnahme einzelner behindernder Knochenpartien
 geheilt werden. Geeignete orthopädische Apparate, die häufig lange
getragen werden müssen, helfen dabei.
Eine schwere, man kann geradezu sagen eine Volkskrankheit bildet
heutzutage der Plattfuß, aber die Art und Weise, wie die Kranken ihn
behandeln lassen, ist nur als Unfug zu bezeichnen. Die sogenannten
Plattfußbeschwerden entstehen aus den verschiedensten Ursachen
(Pflastermüdigkeit, Knochensporn, Nervenleiden, Tuberkulose, Entzündung
von Schleimbeuteln, Schlagaderrerkalkung u. v. a. m.) und durchaus nicht
immer vom Plattfuß.
 Der einzige,
der die Ursache
und damit die
richtige Behandlung,
 die häufig
in ganz anderen
Maßnalımen als in
Kinlagen besteht,
anzugeben vermag,
 ist, wie bei
der Rückgratsverkrümmung,
 naturgemäß
 der Arzt.
Auch ein „Platt-