Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

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Vorwort.,

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Ich eroͤffne hiemit eine neue Sammlung fuͤr Denkmaͤler der
aͤlteren deutschen Sprache und Literatur, die sich an Graff's
jzuͤngst erschienene Diutiska*) anreihen sollen, der sie sich aus
mancherlei Ursachen nicht einverleiben konnten, zu der sie aber
zum Theil nothwendig und ergaͤnzend gehoͤren, wie ich schon
in N. 73 — 77 der Heidelberger Jahrb. der Literatur (1826)
dargethan habe.
Nach langer, gutbegruüͤndeter Rast ist die Zeit der Mit⸗
theilung des inzwischen für Sprache und Dichtwelt Gesam⸗
melten wieder gekommen. Grammatik und Kritik haben inzwi⸗
schen Richtscheid und Maaßstab geschaffen für die Herausgabe;
die Handschriftenkunde hat ein schaͤrferes und geübteres Auge
gewonnen. Wie viel aber inzwischen sich an Neuem und Nicht⸗
gekanntem angehaͤuft oder vorgefnnden, beweiset die Diutiska.
Sie giebt, was Graff in zweien Jahren allein gefunden und,
oft nur im Eilfluge, reichlich erhascht hat.
Seit 1824 gleichfalls auf der Reise durch die handschriften—
reichen Buͤchersammlungen Deutschlands fuͤr aͤltere deutsche
Sprache und Schrift, Geschichte und Gedichte — habe auch
ich reiche Ausbeute gehalten.
Ich beginne nunmehr die öͤffentliche Mittheilung des Ge—
wonnenen fuͤr Freunde unsers Alterthums, unserer Geschichte, Ge⸗
dichte und Sprache; und selbst schon um des oͤftern, zwar

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) Bisher erschien Band J, Heft 13. Stuttgart bei Cotta 1826 1827.